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Planungsteffen Jugendhackathon

Wir planen einen Hackathon für Jugendliche

Aktionstag - SaveYourInternet

gegen Artikel 11 und 13 der EU Urheberrechtsreform

Vorbereitungstreffen 23.3. Aktionstag

gegen Artikel 11 und 13 der Urheberrechtsreform

Vorbereitungstreffen 23.3. Aktionstag

gegen Artikel 11 und 13 der Urheberrechtsreform

Vorbereitungstreffen 23.3. Aktionstag

gegen Artikel 11 und 13 der Urheberrechtsreform

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re:live know your terrorist score

Kate Crawford Talk von der re:publica ten 2016

EV3 Lego Mindstorms Treffen

Information, Multiplikatorentreffen

All your Gesundheitsakten are belong to us!

re:live des gleichnamigen Vortrags auf dem 35C3 in Leipzig

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Artikel 13 - WTF EU?

Worum geht's?

Das Europaparlament stimmt Ende März über die umstrittene Urheberrechtsreform ab. Insbesondere Artikel 11 und 13 stellen dabei eine Gefahr für das offene und freie Internet, wie wir es kennen, dar. Der Chaos Computer Club Freiburg ruft - zusammen mit weiteren Gruppen - daher für Samstag, den 23.3.2019, um 14:30 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg zu einer Demonstration gegen die sogenannten Uploadfilter aus Artikel 13 der geplanten EU-Urheberrechtsreform auf.

Artikel 11

Artikel 11 gibt den Verlagen die Möglichkeit, von allen, die einen Link auf ihre Zeitungsartikel oder ähnliche Nachrichten setzen, dafür Lizenzgebühren zu verlangen. Nachrichtenportale wie Google News und auch private Blogs, die auf entsprechende Artikel verlinken, müssen dann dafür bezahlen (die sog. "Link-Steuer"). Wenn sie das denn wollen und können. Im Zweifelsfall würden die meisten dann zukünftig wohl eher auf eventuell kostenpflichtige Links verzichten.

Artikel 13

Artikel 13 verlangt von allen Plattformen, auf die Menschen Inhalte hochladen können, dass sie die Inhalte beim Upload auf mögliche Urheberrechtsverletzungen prüfen. Dies ist nur möglich wenn jeder Upload vor veröffentlichung geprüft wird. Mit Artikel 13 werden solche Uploadfilter auf Seiten wie YouTube, Facebook & Co., aber auch auf privaten Websites mit Upload- oder Kommentarfunktion zur Pflicht. Solche fehleranfälligen Algorithmen können aber nicht verlässlich zwischen Urheberrechtsverletzung und Parodie, zwischen Raubkopie und Remix, zwischen Original und Zitat unterscheiden. Um rechtliche Risiken zu minimieren, werden die Plattformen im Zweifel eher löschen als hohe Kosten, Strafen oder Prozesse zu riskieren. Durch einen solchen Uploadfilter entsteht zusätzlich die Möglichkeit, Inhalte wegzufiltern, die nicht den Werten und Vorstellungen des Verlags, von politischen Einflussnehmern oder Werbepartnern entsprechen. Und nur große Plattformen sind wirtschaftlich in der Lage, diese Infrastruktur überhaupt bereitzustellen und werden dadurch gestärkt. Somit entsteht eine flächendeckende Zensurinfrastruktur in den unkontrollierbaren Händen einiger weniger privater Konzerne!

Sogar der Bundesdatenschutzbeauftragter Ulrich Kelber warnt vor den Konsequenzen der Novelle.

Derzeit verfügen nur die größten Internetkonzerne wie z.B. Facebook und Google über genug technische und juristische Expertise, um diese Uploadfilter erstellen zu können. Sämtliche anderen Webseitenbetreiber, die dazu nicht in der Lage sind, müssten dann ihre eigenen Inhalte durch deren Uploadfilter leiten. Dies verleiht den Betreibern noch größere Macht darüber, was zukünftig im Internet verfügbar sein wird und was nicht. Zusätzlich stehen dann diese Inhalte - also alle Texte, Töne, Filme und Bilder die diesen Uploadfilter durchlaufen - den großen Anbietern frei Haus zur Verfügung und könnten z.B. für die Bildung von Benutzerprofilen benutzt werden. Google oder Facebook können dann noch genauere Profile von Personen anlegen, die gar keinen Account bei ihnen haben.

Auch das Mißbrauchspotential ist erheblich. Die so etablierte Filter-Infrastruktur könnte genutzt werden, um politisch unliebsame Inhalte zu zensieren. Wir fürchten, dass wir dann ein noch mehr von Facebook, Google und anderen Großkonzernen kontrolliertes Internet bekommen und innovative Ideen und Dienste gerade durch kleine Start-Ups oder Einzelpersonen massiv erschwert oder gar verhindert werden.

Weitere Informationen

Was kann ich bis zur Demo tun?

Engagiere Dich beim Artikel-13-Forum im CCCFr - schreibe einfach eine E-Mail an artikel13@cccfr.de.

Sprich mit Politiker*innen!

Auf der Seite pledge2019.eu gibt es eine passende Aktion: "Wir werden nur Politikerinnen wählen, die gegen Artikel 13 stimmen!" Dort kannst Du schnell und einfach mit EU Vertreterinnen in Kontakt treten, Deine Sicht der Dinge darlegen und ihnen das Versprechen abnehmen, gegen die Reform zu stimmen.

Wer ist dabei?